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Angebot

Qualitativer Angebotsvergleich

Vorgehen

  1. Erfassen Sie, welche Vergleichskriterien anhand der Außendienstberichte zur Beurteilung der Lieferanten zur Verfügung stehen.
  2. Gewichten Sie die Vergleichskriterien nach Ihrem Ermessen. Beachten Sie dabei: a. Es müssen insgesamt 100% verteilt werden. b. Das Ihrer Meinung nach wichtigste Vergleichskriterium erhält die meisten Prozentpunkte, usw. c. Sie sollten Ihre Gewichtung der Vergleichskriterien begründen können.
  3. Bewerten Sie die Kriterien auf einer Skala von 1 bis 10. Beachten Sie dabei: a. 1 bedeutet: Das Kriterium wird vom Lieferanten kaum erfüllt. b. 5 bedeutet: Das Kriterium wird vom Lieferanten mittelmäßig erfüllt. c. 10 bedeutet: Das Kriterium wird vom Lieferanten sehr stark erfüllt.
  4. Multiplizieren Sie die von Ihnen vergebenen Bewertungspunkte mit der jeweiligen prozentualen Gewichtung des Kriteriums. Addieren Sie anschließend die errechneten Punkte für jeden Lieferanten.
  5. Entscheidung für den Lieferanten mit der höchsten Punktzahl
Vergleichskriterien Gewichtung Lieferant A Lieferant B Lieferant C
Punkte % x Pkt. Punkte % x Pkt. Punkte % x Pkt.
Beschaffungskosten 15 10 150 5 75 1 15
Qualität der Produkte 20 10 200 5 100 1 20
Preis 15 10 150 5 75 1 15
Lieferzeit 15 10 150 5 75 1 15
Umweltstandard eingehalten? 10 10 100 5 50 1 10
Zertifizierung 10 10 100 5 50 1 10
Service 15 10 150 10 150 5 75
Summe 100% 70 1000 40 575 11 160

Quantitativer Angebotsvergleich

Bezugspreiskalkulation

Die Bezugspreiskalkulation ist ein Instrument für den Einkäufer, Angebote vergleichbar zu machen. Umsatzsteuer ist für das Unternehmen kostenneutral, da sie eine Endverbrauchersteuer ist.

Vom Listeneinkaufspreis des Anbieters wird im Rahmen der Bezugspreiskalkulation zunächst ein möglicher Lieferantenrabatt abgezogen, der dem Käufer beispielsweise aufgrund langjähriger Geschäftsbeziehungen gewährt wird. Daraus ergibt sich der sog. Zieleinkaufspreis, von dem – je nachdem, zu welchem Zeitpunkt der Käufer zahlt – noch ein möglicher Lieferantenskonto abgezogen wird. Hieraus errechnet sich der Bareinkaufspreis, den der Käufer zu bezahlen hätte, wenn er die Ware beim Lieferanten abholen würde. Häufig wird die Ware jedoch geliefert, sodass der Verkäufer die hierdurch entstehenden Verpackungs- und Transportkosten ggf. als Bezugskosten auf den Bareinkaufspreis aufschlägt. Daraus ergibt sich der für den Einkäufer nun vergleichbare Bezugspreis (Einstandspreis).

Lieferant Lieferant A Lieferant B Lieferant C
% Betrag % Betrag % Betrag
1. Listeneinkaufspreis 130 135 146
2. - Lieferantenrabatt 0 0 10 13,5 5 7,3
3. = Zieleinkaufspreis 130 121,5 138,7
4. - Lieferantenskonto 2 2,6 0 9 2 2,77
5. = Bareinkaufspreis 127,4 121,5 135,93
6. + Bezugskosten 4,1 3,5 0
7. = Bezugspreis (Einstandspreis) 131,5 125 135,93